Medardus
Eine Gemeinde der
Pfarrei St. Medardus

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Katholische Kirchengemeinde St. Joseph und Medardus - Jockuschstraße 12 - 58511 Lüdenscheid - Tel. 02351 / 66400-0

Viele Gäste beim Neujahrsempfang der Pfarrei

(19.01.2009 GW) Viele Gemeindemitglieder folgten der Einladung von Pfarrer Johannes Broxtermann ins Gemeindezentrum von St. Joseph und Medardus. Traditionell wurde der Empfang gleichzeitig als Pfarrversammlung genutzt. Neben einer einführenden Rede das Pfarrers sprachen der zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes Klaus Goße und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Markus Geisbauer.

In seiner Eingangsrede im voll besetzten Gemeindesaal ermahnte Johannes Broxtermann die Zuhörer, bei all den wichtigen Ereignissen den Blick über den Kirchturm hinaus nicht zu vergessen. Sein erster Blick fiel dabei auf das Bistum Essen, dass durch die Wahl von Dr. Felix Genn zum Bischof von Münster zurzeit ohne eigenen Bischof auskommen muss. Die durch Bischof Genn durchgeführte Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum wird von vielen katholischen Christen falsch bewertet und wird sich als gelungene, zukunftsweisende Reform erweisen.
Den Blick auf die Weltkirche machte Pfarrer Broxtermann an Personen fest: Besuche von Guatemalteken in Lüdenscheid und einer kleinen Gruppe Lüdenscheider in Guatemala in diesem Jahr helfen, einander kennenzulernen und zu verstehen. Darüber hinaus wird Albert Akohin, der lange im Pfarrhaus gewohnt hat, als erster farbiger Priester am 29. Mai in der Domkirche in Essen geweiht.
So ganz ohne Kirchturm geht's nicht: das Wir-Gefühl der Pfarrei St. Medardus ist nur schwach ausgeprägt. Die Aktivitäten innerhalb der einzelnen Gemeinden laufen zum größten Teil parallel und sind erst wenig vernetzt. Hier ist noch viel Basisarbeit zu leisten.
Johannes Broxtermann nutzte die Gelegenheit, noch einmal offiziell den neuen Kaplan Michael Pahl ("er kam genauso überraschend, wie wenn ein 50-jähriger noch ein Kind bekommt") und den neuen Verwaltungsleiter Stefan Hoffmann ("als ich ihn fragte, ob er nicht Lust hätte, den Posten zu übernehmen, hat er einfach "ja" gesagt") vorzustellen. Der erste ökumenische Gottesdienst für Unbedachte, also für Verstorbene, die ohne Trauernde beerdigt wurden, gilt als ein Seismograph, der Bedürfnisse und neue Tendenzen innerhalb christlicher Gemeinden aufzeigt. Es gilt, ein Feingefühl für derartige neue Strömungen zu entwickeln.
Mit einem herzlichen Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen übergab er das Wort an den stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes.

Klaus Goße, der einzige ehrenamtliche arbeitende Vollzeitarbeiter der Pfarrei, wie Johannes Broxtermann ihn einführte, bedankte sich beim Bistum Essen für die personelle Hilfeleistung bei der Bewältigung der Verwaltungsarbeit sowie die finanzielle Unterstützung bei den mittlerweile auf 590.000 Euro angewachsenen Sanierungskosten für den Kirchturm. Der neue Verwaltungsleiter Stefan Hoffmann, seit dem 1. November in der Pfarrei beschäftigt, befreit ihn mittlerweile vollständig von Verwaltungsarbeiten, so dass er sich bis zum Ende seiner Amtszeit (im September sind Neuwahlen des Kirchenvorstands und der Gemeinderäte) vermehrt seinen eigentlichen Aufgaben widmen kann.

Markus Geisbauer, 1. Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Medardus, stellte seine viel beachtete Ansprache unter das Thema "Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen" (Aristoteles). In der Pfarrei sind die Segel gesetzt, aber scheinbar weht (noch) kein Wind. Dafür wird in den Gemeinden mächtig gerudert. Das Setzen von Schwerpunkten in den Gemeindearbeiten - die eine Gemeinde setzt z.B. ihren Schwerpunkt in der Jugendarbeit, die andere im caritativen Bereich - darf nicht dazu führen, dass sich Helfer vor Ort zurück ziehen.
Eindringlich bat Markus Geisbauer, die ehrenamtlichen Aktivitäten in den Gemeinden nicht zu vernachlässigen. Jeder solle in sich hineinhorchen, ob seine Talente nicht für die Gemeindearbeit nutzbar seien.

Den Höhepunkt des Neujahrsempfangs stellte sicher die Verleihung des von Franz Kardinal Hengsbach gestifteten Ehrenzeichens des Bistums Essens an den zweiten Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Klaus Goße dar. Hierdurch werden seine herausragenden Verdienste um die Kirche im Bistum Essen gewürdigt.

Das anschließende Gemeindemittagessen, das vom Familienkreis Kutal ausgerichtet wurde, bot eine gute Möglichkeit, über die Reden zu diskutieren.
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