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(20.01.2008 GW) Der Blick vom Kirchturm ist weiter geworden. Jetzt schaut man auf ganz Lüdenscheid. Bemerkbar war das beim
Neujahrsempfang der Pfarrei St. Medardus, der zum ersten Mal in den Gemeinderäume von St. Joseph und Medardus stattfand. Auch
wenn es für die Gläubigen nicht immer offensichtlich ist: es hat sich in letzten 15 Monaten seit dem Zusammenschluss der
Lüdenscheider Gemeinden zur Pfarrei St. Medardus viel getan. In seinem Rückblick auf das abgelaufene Jahr stellte Dechant
Johannes Broxterman fest: die Gremien arbeiten vorbehaltlos zusammen, und das sehr gut mit dem Blick auf die Pfarrei, ohne
Lobbyarbeit für die Gemeinden. Unterstützung erhält die Gemeinde von Eva Müller, die als Gemeindereferentin in St. Petrus und
Paulus angesiedelt sich für die Jugendarbeit engagiert. Ein neuer Pastor Arnold Nentwig hat seine Tätigkeit in der Gemeinde
St. Paulus Brügge aufgenommen. Mit dem Blick auf das neue Jahr bedankte sich Broxtermann bei Ansgar Röhrbein, der 13 Jahren
"positive Befreiungspastoral an Kindern " geleistet hat und das Haus St. Josef Mitte des Jahres verlässt. Auch in den
Kindergärten sind Veränderungen sichtbar: 3 Gruppen werden geschlossen, andererseits wird der Kindergarten St. Joseph als
Familienzentrum seinen Leistungsumfang erweitern.
Der Fokus des Pfarrgemeinderats wird auf der Erstellung eines Pastoralplans liegen, der die Handlungsfelder der Gemeinden
innerhalb der neuen Pfarrei absteckt. So kann jede Gemeinde seine Talente einbringen. Schwerpunkte sind dort, "wo etwas
stattfindet". Gemeindliche Defizite werden durch andere Gemeinden aufgefangen oder in die Hände der Pfarrei verlagert. So
funktioniert die Pfarrei als Netzwerk, wie Markus Geisbauer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats in seiner Ansprache erläuterte.
Das geht aber nicht ohne die aktive Teilnahme aller Gemeindemitglieder, für die er ausdrücklich warb.
Als Klaus Goße, 2. Vorsitzender des Kirchenvorstands das Wort übernahm, stand der Kirchturm wieder im Mittelpunkt: für 500.000 €
wird dieser in diesem Jahr saniert, die Arbeiten beginnen im April, ein Gerüst zum Schutz vor herabfallende Mauerteile wird
allerdings sofort aufgebaut. Die Gemeinde muss einen Eigenanteil von 100.000 € aufbringen. Für Spenden wurde eigens ein Modell
des Kirchturms gebaut mit einem Schlitz, durch den auch 500 € Scheine passen, wie Klaus Goße verschmitzt mitteilte.
Die Jugendräume in St. Petrus und Paulus wurden saniert, eine Brandschau hatte zu erheblichen Investitionen geführt.
Die schwerwiegenden Personalveränderungen sind "abgewickelt". Das hat zu persönlichen Einschnitten bei den Betroffenen geführt.
Viele Tätigkeiten müssen nun in die Hände von Ehrenamtlichen gelegt werden. Für die Reinigung der öffentlichen Flächen insbesondere
bei Schneefall wurde allerdings eine Firma beauftragt.
Nach einer Pause mit "handgemachter" Musik (Klavier und Klarinette) bedankte sich Brigitte Denger, Vorsitzende des Gemeinderates St.
Joseph und Medardus bei allen, die die Gemeinde im letzten Jahr bei ihren Aktivitäten unterstützt haben. Das Gemeindefest steht und
fällt mit dem persönlichen Engagement vieler, stellte sie beispielhaft fest. Die Gemeindewallfahrt, die 2007 ins Ruhrgebiet ging und
in diesem Jahr wieder durchgeführt wird, ist ein Beispiel für gemeindliche Projekte, die durch die gesamte Pfarrei in Anspruch
genommen werden können.
Nach einem Toast auf das neue Jahr gab es Bigosch, Kaffee und Kuchen fürs leibliche Wohl.
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Foto: Annemarie Langenfeld



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