Ich bin denn mal wegProf. Dr. Petra Kurten über das Pilgern |
|
|
(25.11.2008 GW) Regelmäßig zum letzten Sonntag im Kirchenjahr lädt die Pfarrei ein zu einem Vortrag im Rahmen der
Reihe "Grabt Brunen, bevor der Durst kommt". Ich bin denn mal da, das war Frau Prof. Dr. Petra Kurten, um über das "ich bin denn
mal weg" zu referieren. Pilgern ist modern. Das Buch von Hape Kerkeling hat dieses ins Bewusstsein vieler Deutschen gerufen. 2000 km ist auch Petra Kurten schon auf dem Jakobsweg gewandert, überall, doch noch nicht auf dem letzten Stück durch Spanien nach Santiago de Compostella zum Grab des heiligen Jakobus. Angefangen hat die lange Geschichte des Pilgerns bereits in der frühen Christenheit in biblischer Zeit. Gepilgert wurde immer schon: nach Jerusalem, nach Rom und am bekanntesten auf dem Jakobsweg quer durch Europa bis ans Ende der damaligen Welt. Erhoffte man sich früher von einer Pilgerreise eine Vergebung der Sünden, so ist das Pilgern heute wieder zu einer Grenzerfahrung geworden, jedoch keiner räumlichen. Welche Strecke kann ich mir zutrauen? Wie reagiere ich in dieser stressfreien Zeit? Gepilgert wird in Gruppen, aber auch ganz allein, immer in direkter Nähe zur Natur und im Dialog mit ihr. Ob nun bei Wasser und Brot und mit Übernachtung in einer einfachen Herberge oder mit gut gefülltem Rucksack und Rast in einem Hotel - beiden kann eine Gotteserfahrung wiederfahren. Wer dafür offen ist, aus dem wird aus dem Wanderer ein Pilger. Nach einer kurzen Pause ging es traditionsgemäß auf die blaue Couch. Gefragt von Brigitte Denger und Mechthild Börger aus der Gemeinde St. Joseph und Medardus erfuhr man noch etwas mehr von der Person Petra Kurten. Als Kind des Ruhrgebiets hat es sie nach Eichstätt verschlagen, wo sie seit 1993 einen Lehrstuhl für Dogmatik inne hat. Vor drei Jahren hat sie eine Ausbildung zur systemischen Erlebnispädagogin abgeschlossen. Aus dieser Zeit kommen ihre intensivsten Erfahrungen mit dem Pilgern, hat sie doch seinerzeit gemeinsam mit einem Projektteam den St. Rupert Pilgerweg durchs Salzburger Land entworfen. Mehr über den Weg. Als nach zwei Stunden die Veranstaltung beendet war, verabschiedete sich Prof. Kurten mit dem klassischen Pilgergruß "Ultreja!" und wünschte allen einen "guten Weg". Und am nächsten Morgen informierte uns die lokale Presse, dass drei neue Pilgerwege durch Nordrhein-Westfalen projektiert sind. Na dann "Ultreja!" |
|




