Medardus
Eine Gemeinde der
Pfarrei St. Medardus

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Katholische Kirchengemeinde St. Joseph und Medardus - Jockuschstraße 12 - 58511 Lüdenscheid - Tel. 02351 / 66400-0

Gemeindewallfahrt nach Meschede und Neheim-Hüsten


Samstagmorgen, 8.30 Uhr. Es ist kühl geworden. Knapp 50 Gemeindemitglieder stehen am Sauerfeld und warten auf den Bus zur Gemeindewallfahrt. Jeder hat eine Tasche, einen Korb dabei: Überraschungen für das Picknick zum Mittag.
Aber erst geht es einmal mit dem Bus nach Meschede zur Benediktinerabtei Königsmünster. 90 Minuten dauert die Fahrt. Pfarrer Johannes Broxtermann nutzt diese Zeit und führt die Gruppe in die Benediktinischen Regeln ein. Obwohl schon 1500 Jahre alt, sind sie nach wie vor aktuell. Die Fahrzeit wird verkürzt durch eigene Gesänge und Gregorianische Gesänge aus dem Radio.
Wallfahrt 12 Im Kloster nimmt uns Pater Michael freundlich in Empfang. Er geleitet uns in die Krypta, gibt ein paar einleitende Worte zum Ort, bevor Kaplan Michael Pahl mit uns eine heilige Messe feiert.
Nach der Messe steht Pater Michael über eine Stunde lang Rede und Antwort zu allem, was mit dem Leben in einem Kloster zu tun hat. Selbst Lehrer für Biologie und Religion und Schulleiter des Gymnasiums (gewesen) weiß er seine Ausführungen mit Anekdoten aus der Schule und dem Kloster zu würzen. Es macht eine Freude, ihm zuzuhören.
Wallfahrt 13 Vor dem Picknick zum Mittag beten wir mit den Mönchen das Stundengebet in der Kirche. Und dann werden die Taschen und Körbe hervorgeholt: Salate, Fleisch, Obst, Käse, Kuchen und weitere Leckereien sind schnell ausgepackt. Keiner muss hungrig den Raum verlassen.

Während des Rundgangs durch das Gelände erfahren wir, wie sich das Kloster versorgt. "Möglichst autark soll das Kloster sein, damit es nicht von Weltlichen wie euch abhängig ist", sagt Pater Michael mit einem breiten Lachen im Gesicht und zeigt uns den Bauernhof und die vielen Handwerksstätten.
Wallfahrt 14 Der Rundgang wird beendet in der Kirche, worüber Pater Michael eine Menge zu erzählen weiß: das architektonische Konzept, das durch die Auswirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils stark beeinflusst wurde, oder die Geschichte des Holzkreuzes über dem Altar, das wie ein schweres Kupferkreuz daher kommt.
In der Sakramentenkapelle stimmen wir einen Lobgesang an, der aus der Höhe mehrfach zurückgeworfen wird. So wird aus einem einfachen Gemeindesingen ein voluminöser Chor.
Wallfahrt 14 Nach einem Kaffee bringt uns der Bus nach Neheim-Hüsten zur Gedenkausstellung über Abbé Franz Stock. Abbé Stock war katholischer Priester und während der deutschen Besatzungszeit im zweiten Weltkrieg Seelsorger der Gefängnisse in Paris und der Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valérien. Er gilt als Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft.

Als der Bus um 19 Uhr wieder das Sauerfeld erreicht, fragen die ersten, ob nächstes Jahr wieder eine Wallfahrt geplant ist. "Sicher," sagt Pfarrer Johannes Broxtermann, "Ort und Ziel wird der neue Glaubensausschuss des Gemeinderates früh genug festlegen."
Wir können uns schon einmal darauf freuen!




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