Können Sie sich das vorstellen?
Der Kirchturm von St. Joseph und Medardus muss saniert werden. 500.000 € sind dabei durch das Bistum Essen und die
Pfarrei aufzubringen. Dabei kann einem schon einmal die Idee kommen: Warum den Turm nicht "zurückbauen"?
Das Gerüst steht schon lange und zeigt, dass die Sanierungsarbeiten am Kirchturm bald beginnen. Die Zeit drängt, da Steine
vom Turm zu fallen drohen. In den zurück liegenden Jahrzehnten haben die Witterungsverhältnisse in Lüdenscheid dem Turm arg
zugesetzt. Schnelle Wechsel von Frost und Tauwetter im Winter lassen die Fugen platzen, Fugenmaterial fällt heraus und
gefährdet Personen.
1600 m² Ziegelmauerfläche müssen überprüft und wenn nötig neu verfugt werden. Die Arbeiten am 54 m hohen Turm werden den
ganzen Sommer über dauern, sollen aber zum Gemeindefest im September beendet sein.
Lange haben das Bistum und der Kirchenvorstand der Pfarrei um die Finanzierung gerungen. 500.000 € sind aufzubringen und da
ist Kreativität gefragt. Da ist die Frage nach einem Abriss des Turms nachvollziehbar. Doch der Denkmalschutz lässt, selbst
wenn man wollte, dieses nicht zu: die Kirche St. Joseph und Medardus ist unter der laufenden Numer 61 in Lüdenscheid als
Baudenkmal eingetragen. Daher lag es nahe, bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn um eine Kostenbeteiligung
nachzufragen. Jetzt kam der Bescheid: Denkmalschutz ja, Kostenbeteiligung nein! Das heißt im Klartext, 500.000 € sind
ausschließlich durch das Bistum und die Pfarrei aufzubringen. Auch wenn Essen den Löwenanteil übernimmt, die Pfarrei ist
mit einem Eigenanteil um 100.000 € dabei.
Da dieses Geld nicht auf der hohen Kante liegt, sind alle Gemeindemitglieder, ja alle Bürger Lüdenscheids aufgerufen, sich
an den Kosten zu beteiligen. Helfen Sie mit, das von weit her sichtbare Wahrzeichen Lüdenscheids zu erhalten.
Spendenkonto bei der
Sparkasse Lüdenscheid
BLZ 458 500 05
Konto 16 600
Stichwort "Kirchturm"
Foto: Thomas Lischko